Continuous Social Learning in Knowledge Networks

In einer sich immer schneller verändernden Umgebung müssen Unternehmen schnell reagieren, Innovationen in Produkte umsetzen und ihre Prozesse verbessern, also ihre Kompetenz weiterentwickeln. Hierzu ist ein kontinuierlicher „Wissensfluss“ erforderlich, innerhalb dessen Ideen weiterentwickelt werden. Dementsprechend existieren auch bereits zahlreiche Systeme, die dies unterstützen wollen: Wikis, Dokumentenmanagementsysteme, Kollaborationsplattformen, Lern- und Kompetenzmanagementsysteme etc. ; die Übergänge zwischen diesen unterschiedlichen Systemen funktioniert jedoch nur schlecht und oft mangelt es auch an der Akzeptanz durch die Nutzer. Dieses Problemfeld adressiert das Integrierende Projekt MATURE, das von der Europäischen Kommission im 7. Rahmenprogramm gefördert wird. MATURE fußt auf den Erkentnissen, die man aus dem Scheitern von organisationsgetriebenen E-Learning- und Wissensmanagement-Ansätzen und dem Erfolg von community-getriebenen Web 2.0-Ansätzen gezogen hat. MATURE baut auf die intrinsische Motivation der Mitarbeiter, sich in kollaborative Lernprozesse einzubringen, und versucht die dadurch entstehende Dynamik durch eine neue Form von organisationaler Führung zu ergänzen. Hierzu versteht MATURE individuelle Lernprozesse als miteinander verwoben und aufeinander aufbauend, so dass sich ein Reifungsprozess ergibt, indem Wissen heranreifen kann. Solches Wissen kann die Gestalt klassischer Dokumente oder Lerninhalte annehmen, kann aber auch Strukturwissen darstellen, das sich auf Abläufe (Aufgaben, Prozesse) oder semantische Strukturen (wie Ontologien oder Kompetenzmodelle bezieht. Das Ziel von MATURE ist es, diesen Reifungsprozess auf der Basis empirischer Studien besser zu verstehen und Werkzeuge und Dienste zu bauen, die Barrieren in diesem Reifungsprozess zu überwinden helfen.