Projektkontext:

Die produzierende Industrie spielt in Baden-Württemberg eine zentrale Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Landes. Um deren Zukunft zu sichern, sind Technologien und Systeme der „Industrie 4.0“ von entscheidender Bedeutung. Diese basiert auf der intelligenten, in Echtzeit stattfindenden, horizontalen und vertikalen Vernetzung von Wertschöpfungsprozessen und Geschäftsmodellen. Im Kern sollen die Voraussetzungen für eine hochflexible und gleichzeitig hocheffiziente Produktion geschaffen werden, die es ermöglicht, hochindividualisierte Produkte unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Massenherstellers herzustellen. Die Industrie in Baden-Württemberg verfügt dazu über hervorragende Voraussetzungen. Diese beruhen zum einen auf der grundsätzlichen Innovationsstärke der baden-württembergischen Industrie, zum anderen auf der Stärke des hiesigen Maschinen- und Anlagenbaus, der im Zusammenspiel mit einer vorrangig industriell ausgerichteten Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) als führender „Fabrikausrüster der Welt“ gilt. Dies belegt die hohe Innovationskraft und die guten Voraussetzungen in Baden – Württemberg für einen erfolgreichen Wandel hin zu einer „Industrie 4.0“.

Zielsetzung:

Ziel dieses Vorhabens ist es, konkrete und zukunftsträchtige Anwendungsszenarien der Industrie 4.0 für Industrieunternehmen in Baden-Württemberg zu erarbeiten,

  • die einen hohen Mehrwert für die Anwenderunternehmen in Baden-Württemberg versprechen,
  • die üblicherweise eine intelligente Integration verschiedener Schlüsseltechnologien (key enabling technologies) und deren bedarfsorientierte Ausgestaltung erfordern und
  • die auf vorhandenen Stärken der Industrie und Forschung in Baden-Württemberg aufsetzen und gleichwohl Themenfelder adressieren, bei denen die beteiligten Unternehmen einen hohen Handlungs- und Unterstützungsbedarf sehen.

Von den im Projekt identifizierten Anwendungsszenarien sollen diejenigen weiter konkretisiert werden, bei denen die beteiligten Unternehmen die potenziell höchsten Mehrwerte und einen klaren Handlungs- und Unterstützungsbedarf sehen, der in geförderten Verbundprojekten aus Industrie und Forschung angegangen werden könnte.