Der gemeinsam von den beiden BMBF-Verbundprojekten ChampNet und StaySmart ausgerichtete Workshop machte durch die Vorträge und Diskussionen sowohl Herausforderungen als auch konkrete Lösungsbausteine zur besseren Identifikation von Engpasskompetenzen und Vernetzung der entsprechenden Kompetenzträger in Unternehmen sichtbar. Die rund 30 Teilnehmer erhielten durch den Marktplatz und in der abschließenden Podiumsdiskussion mit vier Praxispartnern anschaulich aufgezeigt, wo bei der hohen Dynamik von Industrie 4.0 und digitalen Veränderungsprozessen sowohl Hemmnisse als auch Potentiale der sowohl Offline- und Online-Vernetzung der Kompetenzträger liegen.

Das Kurzfazit der ChampNet Forschungs- und Industriepartner:

Die Komplexität der identifizierten Engpasskompetenzen (Netzwerk-, Überblicks- und Integrationskompetenz) und das inhärente, implizite Erfahrungswissen erfordern arbeitsintegrierte Lösungen. In ChampNet starteten diese meist „offline“, um das notwendige persönliche Vertrauen zu schaffen. Sie wurden in den Partnerunternehmen in der Folge durch digitale soziale Netzwerke, z.B. „Communities of Practice“ oder Best Practice Netzwerke verbreitert. Plattformen dürfen nicht isoliert entstehen, sondern müssen in die Toolwelt und den Arbeitsalltag der Beteiligten integriert werden. Entscheidend ist dabei, dass der konkrete Nutzen für den Einzelnen klar und eindeutig kommuniziert wird.

Die Ergebnisse der CATI-Studie vom ILIN (Link zu Ergebnissen) unterstreichen den breitflächigen Handlungsbedarf bei deutschen Wertschöpfungschampions, die ein entscheidendes Antriebsrad der deutschen Wirtschaft sind. Die im Projekt identifizierten Schlüsselkompetenzen erweisen sich alle für mehr als 70% der befragten Wertschöpfungschampions als (sehr) wichtig für ihre Innovationsfähigkeit. Allerdings nutzt erst ein Drittel der befragten Unternehmen digitale Plattformen zur (Kompetenz-)Vernetzung seiner Beschäftigten.